Zweck des Vereins ist es,
- die Erforschung von gesprochener Sprache und Gesprächen mit Methoden der Gesprächsforschung zu fördern und zu koordinieren,
- den Austausch wissenschaftlicher Informationen, Erfahrungen und Ergebnisse zu unterstützen
- die Zusammenarbeit der hieran interessierten Personen und Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene zu intensivieren,
- die bisher von den GesprächsforscherInnen zum Informationsaustausch genutzte Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, dazu gehören vor allem die Zeitschrift „Gesprächsforschung“ und die Mailliste zur Gesprächsforschung.
Die Mitgliederversammlung findet jedes Jahr im Rahmen der Arbeitstagung zur Gesprächsforschung in Mannheim statt.
Vorstand
Pia Bergmann, Universität Jena
(Vorsitzende)
Die Initialzündung zu meiner Mitgliedschaft im Verein für Gesprächsforschung gab meine erste Teilnahme bei der Arbeitstagung zur Gesprächsforschung 2001 – damals noch in Freiburg. Daraufhin promovierte ich zur regionalen Variation der Intonation im Kölnischen mit starken Bezügen zur Konversationsanalyse (2007, Freiburg). Die Habilitation zu morphologisch komplexen Wörtern folgte 2016 (ebenfalls in Freiburg).
Auch wenn die Gesprächsforschung in der Zeit der Habilitation eine untergeordnete Rolle spielte, bin ich ihr und auch der Arbeitstagung immer verbunden geblieben. Nach einer Zwischenzeit an der Universität Duisburg-Essen (2015-2018) habe ich seit 2018 eine Professur für Germanistische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Pragmatik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne.
Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Gesprochene Sprache (Phonetik, Prosodie), Konversationsanalyse und Interaktionale Linguistik, Diskursmarker, gebrauchsbasierte Grammatik.

Alexandra Groß, Universität Bayreuth
(stellvertretende Vorsitzende)

Meine erste Teilnahme an einer Arbeitstagung war bei mir auch einer der Anlässe, in den Verein Gesprächsforschung einzutreten, das war die AGF 2012 zum Thema „Medizinische Kommunikation“. In diesem Bereich habe ich auch promoviert, und zwar konkret zu ärztlichen Gesprächen in der HIV-Ambulanz. Karin Birkner hat meine Dissertation betreut und sie war zugleich ein zweiter Anlass für die Mitgliedschaft, denn durch sie als langjähriges Mitglied habe ich erst von Verein erfahren. Ein paar Jahre später wurde mir der „Job“ der Kassenwartin angetragen, den ich von 2021 bis 2025 innehatte, bevor ich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Thematisch bin ich der Gesprächsforschung auch in meinen aktuellen Projekten treu: Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Partikeln & Diskursmarker, faziale Gestik sowie Grammatik des sprachlichen Handelns. Momentan bin als Vertretungsprofessorin in der Germanistischen Linguistik der Uni Freiburg angestellt.
Carolin Dix, Universität Innsbruck
(Kassenwartin)
Durch mein Studium in Bayreuth bin ich zur Gesprächsforschung und 2019 zum Verein für Gesprächsforschung gekommen. Der Verein hat mir für meine Promotion zum Thema multimodale Konstruktion christlicher Predigten als kommunikative Gattung eine ideale Plattform geboten, um mich mit Forschenden in den Bereichen Interaktionale Linguistik, Multimodale Interaktionsanalyse und CA auszutauschen, zu vernetzen und Erfahrungen im Bereich des akademischen Lebens zu sammeln. Deshalb freue ich mich, dass ich zunächst als Kassenprüferin und seit März 2026 als Kassenwartin aktiv zur Vereinsarbeit beitragen kann.
Aktuell arbeite ich als Universitätsassistentin PostDoc am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck im Bereich der Medienlinguistik. Meine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen analoge und digitale multimodale Interaktion, faziale Gestik und Mensch-Maschine-Interaktion.

Florence Oloff, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
(weiteres Vorstandsmitglied)

Ich bin dem Verein für Gesprächsforschung schon in seinem Gründungsjahr 2005 beigetreten. Damals hatte ich gerade mit meiner Promotion zur multimodalen Analyse von Überlappungen in deutschen und französischen Gesprächen begonnen. Auch nach Abschluss meiner Arbeit im Jahr 2009 habe ich meine Expertise im Bereich der multimodalen Konversationsanalyse weiter ausgebaut, indem ich beispielsweise zu mehrsprachigen Interaktionen im Arbeitskontext, Antwortpartikeln, syntaktischen Ko-Konstruktionsphänomenen oder Smartphonegebrauch in der Face-to-Face-Interaktion geforscht habe. Während meiner diversen Anstellungen im Ausland (Frankreich, Schweiz und Finnland) habe ich regelmäßig an den Mitgliederversammlungen des Vereins teilgenommen und so dessen Entwicklung verfolgt. Daher freue ich mich sehr, dass ich seit März 2025 als weiteres Vorstandsmitglied bei der Vereinsarbeit mitwirken kann. Seit 2022 bin ich als Professorin für germanistische Linguistik und multimodale Interaktion in der Abteilung Pragmatik des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache sowie an der Universität Mannheim tätig.